10.04.19Berlin

Jobbörse im Haus der Wirtschaft bringt Langzeitarbeitslose an den Start

Unternehmensverbände und Jobcenter informieren über neue Chancen

Für Langzeitarbeitslose steigen die Chancen auf einen neuen Job. Das seit Januar geltende Teilhabechancengesetz macht es für Arbeitgeber attraktiver, Menschen in ihren Betrieb zu integrieren, die seit längerer Zeit ohne Arbeit sind. Mit einer Jobbörse am Mittwoch, den 10. April, wollen die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) und die Berliner Jobcenter nun gezielt Betriebe und potentielle Bewerber zusammenbringen. Im Haus der Wirtschaft in der Hauptstadt zeigen 20 Unternehmen, welche Einstiegsmöglichkeiten sie Langzeitarbeitslosen bieten. Die Organisatoren erwarten bis zu 500 Interessenten.

„Der größte Teil  unserer Unternehmen sucht weiterhin dringend Verstärkung. Diese Jobbörse soll ihnen bei der aufwändigen Suche helfen“, sagte UVB-Geschäftsführer Alexander Schirp. „Das Teilhabechancengesetz kann für Menschen, die schon lange Grundsicherungsleistungen beziehen, eine Perspektive zurück ins Arbeitsleben sein. Darüber wollen wir informieren – die Betriebe ebenso wie die Bewerber“, fügte Johannes Pfeiffer hinzu, Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg.

Lohnzuschüsse für Arbeitgeber von bis zu 100 Prozent

69.000 Männer und Frauen in der Hauptstadtregion sind aktuell langzeitarbeitslos, also ein Drittel aller Arbeitslosen. Das Teilhabechancengesetz bedeutet für sie neue Fördermöglichkeiten mit hohen Lohnzuschüssen durch den Bund. Unternehmen, die Personen einstellen, die zuvor mehr als zwei Jahre arbeitslos waren, erhalten einen Zuschuss von bis zu 75 Prozent für zwei Jahre. Stellen Betriebe Erwerbslose ein, die seit mehr als sechs Jahren nicht gearbeitet haben, liegen die Zuschüsse zeitweise bei 100 Prozent des Arbeitsentgelts.

Zu den Ausstellern der Messe gehören Firmen wie Gegenbauer, Adecco, Wisag oder Netto Markendiscount. Zwischen 9 und 14 Uhr wollen sie mit Interessenten ins Gespräch kommen. „Auch für Menschen, die einen nicht ganz stringenten Lebenslauf haben, gibt es Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Unternehmen wissen, dass sie alle Potenziale nutzen müssen, um genügend Personal zu finden“, erklärte UVB-Geschäftsführer Schirp. „Die Langzeitarbeitslosigkeit geht derzeit noch stärker zurück als die Arbeitslosenzahl insgesamt“, fügte Johannes Pfeiffer von der Regionaldirektion hinzu. „Jobcenter und Arbeitsagenturen arbeiten intensiv daran, diesen Trend auch mit den neuen Fördermöglichkeiten weiterzuführen.“

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