30.08.18Berlin

"Mehr als 10.000 unbesetzte Lehrstellen in der Region müssen für die Politik ein Weckruf sein"

Zur Entwicklung des Arbeitsmarktes im August 2018 erklärt Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB): 

„Im Spätsommer bleibt der Arbeitsmarkt auf Kurs, trotz der saisonüblichen Flaute. Saisonbereinigt ist die Zahl der Jobsuchenden in Berlin wie in Brandenburg weiter gesunken. Seit nunmehr fünf Jahren wächst die Beschäftigung in keinem Bundesland so stark wie in Berlin. Die ungebrochene Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften sorgt dafür, dass die Arbeitslosenquote nur noch bei 8,2 Prozent liegt. Auch Brandenburg kommt mit einer Arbeitslosenquote von nur noch 6,2 Prozent gut voran. Dieser Trend wird aber nur anhalten, wenn die Bundespolitik nicht für immer neue Belastungen der Unternehmen durch sozialpolitische Maßnahmen und damit für einen Anstieg der Sozialversicherungsbeiträge sorgt. 

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in der Region sollte für die Politik  ein Weckruf sein. Die Unternehmen bieten mehr und mehr betriebliche Lehrstellen an. Wenn aber Ende August immer noch mehr als 10.000 Plätze unbesetzt sind, dann gibt es ein Problem. Schulen und Eltern müssen die Jungen und Mädchen besser auf die Anforderungen der Unternehmen vorbereiten. Zudem müssen die Bewerber mobiler werden. Am Angebot an Ausbildungsplätzen mangelt es nicht – seit 2011 ist es in Berlin um 30 Prozent gestiegen, in Brandenburg waren es 15 Prozent. Ein Start in die Ausbildung ist noch immer möglich – die jungen Menschen sollten die Chance unbedingt ergreifen.“

Eine Kurzanalyse des Ausbildungsmarktes in der Hauptstadtregion finden Sie auch in der neuen Ausgabe unserer Reihe "UVB-Kompakt". Sie ist hier zu finden. 

Arbeitsmarktbericht

Arbeitsmarktbericht August 2018
August 2018

Beschäftigung und Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg

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