31.07.18Berlin-Brandenburg

"Mehr als 1100 zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze sind ein starkes Zeichen der Unternehmen"

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin bemerkenswert gut - die Unternehmen suchen zusätzliches Personal.

Zu den Juli-Zahlen für den Arbeitsmarkt erklärt Sven Weickert, Geschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB):

„Die Unternehmen in Berlin bieten Stand heute mehr als 1100 betriebliche Ausbildungsplätze zusätzlich an als im Vorjahr. Das ist ein starkes Zeichen. In  Brandenburg gibt es rechnerisch für jeden Bewerber einen Ausbildungsplatz. Doch das zusätzliche Engagement der Firmen läuft ins Leere, wenn es an Bewerbern fehlt, die von den Schulen das nötige Rüstzeug mitbekommen haben. Denn die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze steigt steil an. Die Wirtschaft und die Sozialpartner tun viel dafür, die duale Ausbildung fit für die Zukunft zu machen. Bei 25 Berufen wurde die Ausbildungsordnung modernisiert, auch  mit Blick auf die Digitalisierung. Mit dem E-Commerce-Kaufmann gibt es ein ganz neues Berufsbild. Junge Menschen, die noch unschlüssig sind, sollten sich schleunigst bewerben. Die Auswahl an attraktiven Stellen war noch nie so groß.

Der Arbeitsmarkt in der Hauptstadtregion insgesamt entwickelt sich weiter bemerkenswert gut. Die Unternehmen suchen zusätzliches Personal, obwohl es konjunkturell nicht nur Rückenwind gibt. Zugleich steigt die Zahl der offenen Stellen. Von der steigenden Beschäftigung profitieren auch Langzeitarbeitslose – ihre Zahl war im Juli um 11,8 Prozent (Berlin) bzw. um 12,9 Prozent (Brandenburg) niedriger als ein Jahr zuvor. Das sollte auch ein Signal für die Bundesregierung sein. Statt mit vier Milliarden Euro aus dem Teilhabechancengesetz Jobs für Langzeitarbeitslose zu subventionieren, sollte sie diese Menschen fit machen für den ersten Arbeitsmarkt. Das Potenzial ist zweifellos vorhanden.“

Arbeitsmarktbericht

Arbeitsmarktbericht Juli 2018
Juli 2018

Beschäftigung und Arbeitsmarkt in Berlin und Brandenburg

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